Kategorie-Archiv: Hifi

Pro-Ject Power Box RS

Immer wieder taucht die Frage auf, ob es Sinn macht, die Pro-Ject Phono Box RS mit der Power Box aufzurüsten.

Phono_Power-1

Meine (selbstverständlich absolut subjektiv-objektive) Antwort: Ja, es macht Sinn. Und wie. Klar ist die Power Box nicht gerade günstig (im Vergleich zur Phono Box). Aber für die letzten Klang-Prozente muss man nun mal tiefer in die Tasche greifen.

So ist die Phono Box RS für sich schon ein ausgezeichneter Phono-Amp und – abgesehen von der makellosen Verarbeitungsqualität und der Bedienfreundlichkeit (die meisten Einstellungen kann man an der Front erledigen!) – auch ohne externe Stromversorgung schon auf einem sehr hohen Klang-Niveau. Einen Tag- und Nacht-Unterschied kann man somit natürlich nicht erwarten.

Das Hör-Erlebnis mit der Akku-Stromversorgung  ist schlicht noch packender.

An dieser Stelle könnten jetzt ganz viele blumige Umschreibungen für diese Behauptung stehen. Weil man über Musik aber eigentlich nicht schreibt, sondern sie hört, schlage ich vor:  Überprüfen Sie diese Aussage bei uns in Wangen.

Hegel H80 / H160

Hifi-Verstärker haben heutzutage die nicht ganz triviale Aufgabe, die verschiedensten Arten und Formen von Musikwiedergabe unter einen Hut zu bringen. Dies natürlich möglichst ohne „Ausreisser gen unten“, was die Soundqualität betrifft.
Ein schwieriges Unterfangen, wie die Erfahrung zeigt.

Unter all den Marken, die da Abhilfe versprechen, sind auch die Geräte der norwegischen Firma Hegel. Aussagen wie:

The H160 incorporates technology that „repairs“ some of the damage caused by a low quality source.

machen schon gwundrig. Zu schön, um wahr zu sein?

Ich gebe zu, ich war nicht von Anfang an von Hegel-Amps überzeugt. Als ich Bilder sah und die Spezifikationen las, schienen sie mir doch ein bisschen dürftig ausgestattet zu sein. Nicht betreffend Leistung, versteht sich, aber betreffend Anschlüsse und Anzeige.

Schliesslich war ich gewohnt, auf der Rückseite eines Verstärkers eine Reihe von (analogen) Anschlüssen vorzufinden. Und jetzt? Ganze zwei mickrige Cinch-Inputs! Dafür Digital-Eingänge en masse.

Die Front gefiel mir von Anfang an, nur war ich skeptisch, da die Anzeige sehr rudimentär ist. Da fehlen doch Details, wie zum Beispiel die Auflösungs-Rate.

Das ist die Theorie. In der Praxis sieht die Welt mal wieder anders aus. Ich habe über einen Hegel H160 alles angeschlossen, was ich mir vorstellen kann – und dabei sogar noch einen Cinch-Anschluss frei!

Der CD-Spieler geht über Coax rein und kann so vom ausgezeichneten, integrierten  DAC profitieren. Digital wird die USB- und Netzwerk-Schnittstelle genutzt, um Musik vom PC abzuspielen.

Zwei Plattenspieler sind auch in Betrieb (über zwei Phono-Preamps), einer davon am XLR-Eingang angeschlossen (bevor die Frage nach dem freien Cinch-Eingang aufkommt). Und last but not least, ist für Notfälle noch ein Subwoofer in der Warte-Position (ja, Line-Output haben die Dinger auch), wenn mal Lust auf mehr Bass bestünde. War bislang allerdings nie der Fall. Dies ist natürlich auch den angeschlossenen Neat Momentum 4i zu verdanken. Die haben einen Sub ja quasi integriert.

Zurück zur Front: Ich stellte schnell fest, dass ich gar keine Infos zu Sample-Raten und dergleichen benötige. Ich höre und geniesse nämlich die Musik – in welcher Form auch immer – ohne dabei auf irgendwelche Anzeigen zu starren.