Kategorie-Archiv: Musik

Back to the 70s

Schon mal was von DeWolff gehört? Ich bis vor kurzem auch nicht. Drei junge Holländer in der ausserwöhnlichen Zusammensetzung Gitarre, Drums und Hammond-Orgel stecken hinter dem Namen. Und den sollte man sich merken, wenn man auf Free, Faces oder Deep Purple (70er Jahre Version natürlich) steht. Damit meine ich aber nicht, dass es sich bei DeWolff um einen Abklatsch der vorgenannten Bands handelt. Mitnichten. Das Live-Doppel-Album „Live & Outta Sight„strotzt vor Energie, Spielfreude und Ideen, nix da von blossem Kopieren! Alles analog aufgenommen (natürlich auf Vinyl erschienen), klingt es verdammt gut und bietet einen Einblick in die musikalische Welt von DeWolff. Später wird man die Sammlung mit den Studio-Veröffentlichungen gerne vervollständigen. Wetten?

Let’s Rock, Part 2

Sommer! Zeit für eine Auswahl interessanter Rock-/Songwriter-Alben.

Hört Euch mal Steve WaittStranger In A Stranger Land“ an. Wie man den Mann mit Elton John vergleichen kann, ist mir schleierhaft (ausser, dass beide Piano spielen und singen). Mir kommt eher Bruce Hornsby in den Sinn. Saugut. Schade, dass Steve sein Werk (bis jetzt) nicht auf Vinyl herausgebracht hat. Die CD ist aber klanglich perfekt.

The Bottle Rockets gibt es – wie Steve Waitt übrigens auch –  nicht erst seit gestern. Trotzdem fliegen sie seit je irgendwie unter dem Radar. Musikalisch ist es ehrlicher Rock’n Roll mit Country und Folk-Einflüssen. So würde wohl  Bruce Springsteen klingen, wenn er nicht im Geld schwimmen würde. „South Broadway Athletic Club“ solltet Ihr auf keinen Fall verpassen, zumal auch auf Schallplatte zu bekommen.

Zu guter Letzt noch was von früher, genauer von 2009: King Mob mit „Force 9″.  Obskure Scheibe mit nicht so obskuren Akteuren, wie  Glen Matlock und Chris Spedding. Zugreifen! Auch in schwarz zu haben.

Let’s Rock!

Eines vorweg: Was auf diesen Seiten nicht behandelt werden wird, sind Empfehlungen für Esoterik-Jazz, Pseudo-Blues und andere „audiophile“ Werke. Es geht hier um echte Musik, abseits der ausgetretenen Pfade. Wenn diese (auch) auf Vinyl vorliegt: gut, wenn es dazu noch hervorragend klingt: Umso besser!

Den Anfang machen drei Rock-Scheiben vom vergangenen Jahr:

Cats In Space sollte man sich unbedingt anhören, wenn man auf klassischen 70er Rock steht. Hier überzeugt wirklich jeder Song. Dass ein paar Veteranen (Sweet, 10cc) mitmachen, soll nicht verschwiegen werden, obwohl dies natürlich nicht in jedem Fall per se ein Qualitätsmerkmal ist.

Ein bisschen rauer und verschnörkelter geht es bei Antemasque zu. Wem Mars Volta manchmal schon fast zu „nervös“ sind (geht mir auf jeden Fall so), wird hier zufriedengestellt. Hier stehen (eher kompakte) Songs im Vordergrund und nicht ein Gefrickel.

Last but not least: The Darkness „Last of our kind“ ist eine hervorragende Hardrock-Scheibe, die letztes Jahr leider ein bisschen untergegangen ist. Die Band ist hörbar gereift und veröffentlicht in regelmässigen Abständen abwechslungsreiche Kost für die Härteren unter uns.

Alles Vorgestellte gibt es auch auf Vinyl, im Falle „The Darkness“ sogar farbig. Anhören kann man es sich bei amazon.de oder live bei uns, in unseren heimeligen Showrooms. Verpflegung, Getränke und Fachsimpeln natürlich inbegriffen.